Samstag, 5. September 2026

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wenn die Menge zum Maßstab wird


Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wächst die politische Spannung. Umfragen sagen der AfD ein starkes Ergebnis voraus, große Kundgebungen sind angekündigt und Behauptungen über einen möglichen Stimmenklau verschärfen das Misstrauen. All das ändert nichts an den großen Problemen des Landes, die nicht nur das Problem von Sachsen-Anhalt sind: Kriminalität, ungesteuerte Zuwanderung, Ärztemangel, Wohnungsmangel, Inflation, Abwanderung von Hochqualifizierten. Und dann Krieg in Europa und die zunehmenden geopolitischen Konflikte, die vor Deutschland keinen Halt machen. Klar ist: So kann es nicht weitergehen. Die Politik muss endlich umsteuern, die Probleme lösen und endlich mal „klare Kante“ gegenüber den Problemen zeigen. In solchen Notlagen ist die Versuchung groß, voreilig einfachen Erklärungen und plausiblen Versprechen zu folgen. Besonders, wenn die meisten Menschen an den Erfolg solcher Programme glauben.  

Doch was, wenn hohle Versprechungen angeboten werden? Wenn die präsentierten Lösungen nur auf Kosten der Moral zu haben sind? Die Bibel warnt. „Du sollst der Menge nicht folgen, um Böses zu tun“, heißt es in 2. Mose 23,2. Die Bibel enttarnt an vielen Stellen die Mechanismen des Populismus: Eine Behauptung wird nicht dadurch wahr und eine Forderung nicht dadurch gerecht, dass viele sie teilen. Wer nur bestätigt, was die Menge hören will, ersetzt Wahrheit durch Stimmung. Das gilt nicht allein für eine bestimmte Partei oder deren Wähler. Jeder kann sich von Empörung, Gruppendruck und Feindbildern mitreißen lassen. Christen sollten politische Aussagen deshalb nüchtern prüfen, das Recht nicht beugen und der Wahrheit treu bleiben. Unabhängig davon, wie groß der Frust über die bestehende Regierung oder wie erdrückend die Probleme des Landes sind.

Mehrheiten entscheiden über Regierungen – aber nicht über die Wahrheit und schon gar nicht über den Weg zu Gott. Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Johannes 14,6). Das klingt nicht nur unpopulär - das ist das genaue Gegenteil von Populismus. Denn wie viele kennen denn Jesus als „Weg zum Leben“? Und wie viele gehen entschlossen auf diesem Weg? Doch die Zustimmung der Menge kann weder Schuld vergeben noch einen Menschen retten. Christus ruft uns deshalb nicht zum Mitlaufen, sondern zur persönlichen Umkehr und zum Glauben an ihn. Entscheidend ist am Ende nicht, auf welcher Seite die meisten standen, sondern ob wir auf Jesus Christus vertraut und der Wahrheit treu geblieben sind.