Die Kommunalwahl in Niedersachsen lässt viele Menschen mit Fragen zurück. Die CDU bleibt nach dem vorläufigen Ergebnis stärkste Kraft, während die AfD deutlich hinzugewinnt. Zugleich wird darüber gestritten, wie die anderen Parteien künftig mit ihr umgehen und ob verlässliche Mehrheiten möglich bleiben. Für viele Deutsche geht es dabei um mehr als Parteipolitik: Können Regierungen auch in angespannten Zeiten noch die notwendigen Entscheidungen treffen? Bleibt der politische Streit friedlich? Und ist die Ordnung, auf die sie sich im Alltag verlassen, auch morgen noch tragfähig?
Die Bibel beschreibt die grundlegende Aufgabe der staatlichen Obrigkeit: Sie soll dem Guten dienen und dem Bösen entgegentreten. Paulus nennt sie „Gottes Dienerin, dir zum Guten“ (Römer 13,4). Das ist ein Maßstab für politische Macht, kein Freibrief für jede Entscheidung einer Regierung. Christen sollen deshalb nicht nur über Regierende urteilen, sondern auch für sie beten. Paulus bittet um Gebete „für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und würdigem Ernst“ (1. Timotheus 2,1–2). Wenn die Bürger vom Staat nach biblischen Maßstäben eines erwarten sollen, dann ist es Frieden und eine verlässliche Ordnung. Die Bibel fordert damit nicht viel von einem Staat - aber auch nicht zu wenig. Erst Frieden und Ordnung schaffen den Raum, frei und verantwortlich zu leben. Doch lange war diese Grundanforderung des Bürgers an einen Staat gefährdeter als heute. Krieg in Europa, eine polarisierte Gesellschaft und sich ändernde Mehrheiten schaffen Verunsicherungen.
Aber selbst die stabilste politische Ordnung kann uns nicht jede Unsicherheit nehmen. Regierungen wechseln, Mehrheiten zerbrechen, und auch unser eigenes Leben bleibt verletzlich. Jesus Christus verspricht eine Sicherheit, die tiefer reicht: Er gibt denen, die ihm folgen, ewiges Leben. Er verspricht: „niemand wird sie aus meiner Hand rauben“ (Johannes 10,28). Wer seine Schuld vor ihm bekennt und ihm vertraut, findet Vergebung und einen Halt, der auch dann bleibt, wenn die Welt um ihn herum unruhig wird.
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