Mittwoch, 2. September 2026

Wer schützt uns, wenn Sicherheit brüchig wird?


Das Licht geht an, die Bahn fährt, das Flugzeug startet: Wir verlassen uns darauf, dass unser Alltag funktioniert. Meldungen über mutmaßliche Sabotage an Flughäfen und Stromversorgung erschüttern diese Selbstverständlichkeit. Hinter solchen Angriffen stehen Menschen, die andere durch Angst und Unsicherheit unter Druck setzen wollen. Der Verdacht auf russische Verantwortung wiegt schwer und verlangt sorgfältige Aufklärung. Wer solche Nachrichten liest, fragt sich: Wie verletzlich sind wir eigentlich? 

Der Wunsch nach Schutz ist berechtigt. Die Bibel beschreibt staatliche Autorität als „Gottes Dienerin, dir zum Guten“ (Römer 13,4). Sie soll Menschen schützen und Böses bestrafen. Das gibt Verantwortlichen einen klaren Auftrag, aber keinen Freibrief für jede Maßnahme: Anschuldigungen müssen geprüft, Entscheidungen an Recht und Wahrheit gemessen werden. Zugleich erinnert der Vers daran, dass Schuld nicht belanglos ist. Wir fordern zu Recht, dass Täter Verantwortung übernehmen. Sind wir auch bereit, vor Gott Verantwortung für unser eigenes Handeln zu übernehmen?

Denn die Frage nach Schuld betrifft nicht nur Saboteure und Machthaber. Auch unsere Lügen, unsere Lieblosigkeit und unser Stolz stehen zwischen uns und Gott. Kein Sicherheitsgesetz kann diese Schuld beseitigen. Deshalb brauchen wir Jesus Christus: Er starb für unsere Sünden am Kreuz und ist auferstanden. Von ihm sagt die Bibel: „Und es ist in keinem anderen das Heil“ (Apostelgeschichte 4,12). Wer ihm seine Schuld bekennt und auf ihn vertraut, empfängt Vergebung und neues Leben. Das bewahrt uns nicht vor jeder Gefahr. Aber es schenkt Frieden mit Gott – einen Halt, den auch eine unsichere Welt nicht zerstören kann.