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Samstag, 24. Oktober 2026
Umkämpftes Westjordanland: Wem gehört die Zukunft?
Nach einem bewaffneten Angriff nahe Hebron hat Israel einen mehrtägigen Militäreinsatz im südlichen Westjordanland begonnen. Zwei israelische Soldaten wurden am Freitag, 23. Oktober, getötet, drei weitere verletzt. Die beiden palästinensischen Angreifer starben im Schusswechsel. Israel riegelte Hebron und die Nachbarstadt Halhul ab. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte weitere Durchsuchungen und ein umfassendes Vorgehen gegen Terrorstrukturen an. Der Vorfall rückt die Sicherheitslage ins Zentrum des Wahlkampfs in Israel, dort finden am kommenden Dienstag Parlamentswahlen statt. Das Westjordanland, westlich des Jordan gelegen, stand nach dem Krieg von 1948 unter jordanischer Herrschaft und wurde 1967 im Sechstagekrieg von Israel erobert. Seit den Oslo-Abkommen der 1990er Jahre verwaltet die Palästinensische Autonomiebehörde Teile des Gebiets. Israel kontrolliert weiterhin große Flächen und die israelischen Siedlungen. Die arabischstämmige Bevölkerung beanspruchen das Gebiet für einen eigenen Staat. Der Konflikt wird befeuert durch den anhaltenden Ausbau israelischer Siedlungen.
Die Bibel enthält kein fertiges politisches Rezept für all die komplexen Probleme in Israel und im Westjordanland. Aber sie sagt viel über diese Region. Das heutige Westjordanland umfasst große Teile des biblischen Berglandes von Judäa und Samaria. Hier liegen Hebron, Bethlehem, Bethel und Sichem – Orte, die untrennbar mit der Geschichte Israels verbunden sind. Bei Sichem versprach Gott Abraham: „Deiner Nachkommenschaft will ich dieses Land geben“ (1. Mose 12,7). In Hebron wohnte Abraham und errichtete Gott einen Alta. Dort erwarb er auch die Grabstätte Machpela für seine Familie (1. Mose 13,18; 23). Später erhielt Kaleb Hebron als Erbteil, und David wurde dort zum König gesalbt (Josua 14,13–14; 2. Samuel 5,3). Die Verbindung Israels mit diesem Land ist deshalb keine moderne Erfindung. Zugleich stellte Gott klar: „Denn mein ist das Land“ (3. Mose 25,23). Außerdem fordert Gott: „Und den Fremden sollst du nicht bedrücken“ (2. Mose 23,9). Landverheißung und Verantwortung vor Gott gehören zusammen.
Die Bibel zeigt außerdem dass Gott auch einen Plan für die Zukunft des Westjordanlands hat. Jeremia kündigt an: „Du wirst wieder Weinberge pflanzen auf den Bergen Samarias“ (Jeremia 31,5). Im nächsten Vers rufen Wächter auf dem Gebirge Ephraim dazu auf, gemeinsam nach Zion zu ziehen, um Gott zu begegnen. Diese Verheißungen verbinden die Wiederherstellung des Landes mit der Hinwendung seines irdischen Volkes Israel zu Gott. Die volle Erfüllung dieser Zukunftsvision liegt in einem kommenden Reich unter der Führung Jesu, des erwarteten Messias (Sacharja 12,10; Hesekiel 37,21–24). Und nicht nur Israel, auch die anderen Völker werden dieses Herrschaft und die Stellung Israels anerkennen und nach Jerusalem kommen, um den König anzubeten (Sacharja 8,23; 14,16). Die Bibel beschreibt diese kommende Epoche als gerechten Zustand, in dem Frieden herrschen wird (Jesaja 2,4). Der kommende Herrscher dieses kommenden Reiches, ist derselbe Jesus, der sich den Menschen heute als der gekreuzigte Jesus Christus vorstellt. Heute bietet dieser Jesus jedem Menschen Vergebung an, damit er - schon heute - umfassenden Frieden mit Gott finden kann.
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Volkswirt in Berlin. Vater von sieben Kindern. Tätig bei einem Wirtschaftsverband. Hier meine private Meinung.
