Das Volkswagen-Werk in Osnabrück soll künftig möglicherweise Rüstungsgüter statt Autos herstellen. Nach den bisherigen Plänen könnten dadurch etwa drei Viertel der Arbeitsplätze erhalten bleiben. Was wirtschaftlich Hoffnung gibt, wirft zugleich eine schwierige Frage auf: Darf man froh darüber sein, dass Menschen ihren Arbeitsplatz behalten, wenn dort künftig Waffen oder Flugabwehrsysteme entstehen? Eine einfache Antwort gibt es nicht. Arbeitsplätze, die Sicherheit eines Landes und die Verantwortung für die Folgen der Produktion müssen sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.
Besser wäre eine Welt, in der niemand Waffen herstellen müsste. Doch die Bibel beschreibt den Menschen und seine Geschichte nüchtern und illusionslos. Gottes Urteil über die Menschheit fällt hart aus. „Und der HERR sah, dass des Menschen Bosheit groß war auf der Erde, und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.“ (1. Mose 6,5). Kriege sind aber keinesfalls gut, wünschenswert oder gottgewollt. Doch solange Menschen nach Macht streben, andere bedrohen und Gewalt anwenden, können Staaten nicht darauf verzichten, ihre Bürger zu schützen. Waffen schaffen keinen wirklichen Frieden. In einer von Gewalt geprägten Welt können sie jedoch der Abwehr von Gewalt dienen.
Das entbindet uns nicht von der Pflicht, selbst Frieden zu suchen, Not zu lindern und ungerechte Verhältnisse zu verändern. Wirklich besser wird die Welt aber nur dort, wo Menschen verändert werden. Denn Jesus zeigt, dass böse Gedanken, Habgier, Bosheit und Gewalttat aus dem Herzen des Menschen hervorkommen (Markus 7,21–23). Das tiefste Problem lässt sich deshalb weder in Fabriken noch durch politische Programme lösen. Wir brauchen ein neues Herz – und das kann Jesus Christus uns persönlich schenken. Aber die Bibel gibt auch Hoffnung auf dauerhaften Frieden auf der Erde. Jesus hat versprochen, in der Zukunft wieder auf die Erde zu kommen, um Frieden zu schaffen: „Und er wird richten zwischen den Nationen und Recht sprechen vielen Völkern; und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen.“ (Jesaja 2,4).
