Abraham bekam von Gott ein großartiges Land geschenkt, eines, das nichts zu wünschen übrig ließ. Er war ein reicher Mann, über alle Maßen mit Segnungen überschüttet. Dennoch blieb er unnötig lange in Haran, zögerte, sein Geschenk anzunehmen. So lange er nicht in sein Land Kanaan ging, blieb er hinter seinen Möglichkeiten zurück. Was suchte er in fremdem Land? Er füllte dort seine erhabene Stellung, seinen Beruf als Fürst nicht aus.
C.H. Macintosh zeigte mir heute in seiner großartigen Betrachtung der fünf Bücher Mose, dass es uns Christen oft genauso ergeht: „Wenn und der Heilige Geist Verständnis darüber gegeben hat, dass wir eine himmlische Berufung haben, und dass unsere Heimat, unser Teil, unsere Hoffnung und unser Erbe droben sind, wo ‚Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes' (Kolosser 1,3), so werden wir niemals danach jagen, eine angesehene Stellung in der Welt zu bekommen oder Schätze auf der Erde zu sammeln."
Wir sind als Christen wahrhaftig reich gesegnet mit allen Segnungen in den himmlischen Örtern! Kein Fürst in dieser Welt war jemals reicher gesegnet, weder Abraham, Nebukadnezar, noch die Pharonen. Ewiges Leben, Gemeinschaft der Heiligen, Gotteskindschaft, Frieden im Herzen, etc., etc. Lasst uns danach jagen, unser Erbe in Besitz zu nehmen, das Reich einzunehmen, unsere Berufung anzutreten, unserer erhabenen Stellung gerecht zu werden - und lassen wir uns nicht abhalten von den kümmerlichen Segnungen der zeitlichen Welt, über die Gott sein vernichtendes Urteil längst gefällt hat.
