Dienstag, 22. Februar 2022

Warum sich Fake News so hartnäckig halten


»Die Augen des Herrn wachen über das Wissen.
Werden Lügen verbreitet, deckt er sie auf.«
(Sprüche 22,12)


Halbwahrheiten, irreführende Informationen, glatte Lügen sind in der Welt von Politik und Medien leider an der Tagesordnung. Den Menschen ist jedes Mittel recht, um ihre Ziele zu erreichen, auch die Lüge. Massenmedien machen die gezielte Irreführung besonders verheerend, weil mit geringem Aufwand viele Menschen hinters Licht geführt werden können. Und im Zeitalter der sozialen Medien werden wir täglich mit Fake News konfrontiert, ob bei Telegram, Facebook oder WhatsApp.

Will man die Lüge erfolgreich bekämpfen, muss man an die Wurzel des Übels gehen. Die Lüge kommt tief aus dem Herzen des Menschen (Lukas 15,18). Quelle der Fake News ist ein Defekt tief in uns drin, eine falsche Vorausseztung unseres Denkens, eine falsche Motivation unserer Handlungen. Heilen kann das nur der, der für sich selbst in Anspruch nimmt, selbst die Wahrheit zu sein, der Herr Jesus Christus (Johannes 14,6). Wer ihn als Herrn annimmt, dem kann er helfen, von der Lüge abzustehen. So verstehe ich die Mahnung des Apostel Paulus: »Deshalb sollt ihr die Lüge ablegen. Vielmehr soll jeder die Wahrheit sagen.« (Epheser 4,25).

Der Herr Jesus kann uns also helfen, selbst keine Lügen zu verbreiten. Aber ändert das etwas daran, dass so viele Lügen in der Welt sind? Was ist mit all den Halbwahrheiten, die täglich verbreitet werden, mit den Lügen, die täglich neu über Telegram gestreut werden? Wir dürfen darauf vertrauen, dass die Wahrheit stärker ist als diese Lügen. Das ist nicht naiv, das ist, was Gott in der Bibel sagt - er selbst wacht über das Wissen (Sprüche 22,12). Wichtig ist, dass wir der Wahrheit nicht den Raum nehmen. Und als Christen tragen wir die Verantwortung dafür, uns selbst immer auf die Seite der Wahrheit zu stellen und, wo nötig, für die Wahheit Partei zu ergreifen. Ob es um die Sünde der Lüge in uns geht oder um die Lüge um uns her - das beste Mittel im Kampf gegen sie ist und bleibt die Wahrheit.

Sonntag, 13. Februar 2022

Warum fällt es uns so schwer, uns etwas sagen zu lassen?


»Gehorcht euren Führern
und seid fügsam«
(Hebräer 13,17)

Ordnung, Autorität, Fügsamkeit - das entspricht nun gar nicht unserer menschlichen Natur. Und vielleicht war Führung niemals so out wie heute. Noch unpopulärer ist freilich das Geführt-werden. Nicht überraschend in einer Zeit, in dem Selbstverwirklichung nicht mal mehr vor der Wahl des eigenen Geschlechts Halt macht. Leider schleicht sich der - satanische - Geist der Rebellion, der Besserwisserei und der mangelnden Wertschätzung von Ordnung und Führung zunehmend auch in die Gemeinde Gottes ein. Über Gottesfurcht lässt sich gerade noch reden - aber Fügsamkeit gegenüber Hirten im Volk Gottes?

Ich begreife Fügsamkeit gegenüber echten geistlichen Führern nicht als Mangel oder als Schande, sondern zunächst mal als Kompetenz. Ganz naiv. Weil die Bibel es mir so zeigt. Fügsamkeit ist eine Kernkompetenz von uns Christen, ein Alleinstellungsmerkmal in einer Welt, die immer chaotischer wird. 

Wenn Christen die Fügsamkeit verlernen, ist das schade, denn sie geben eine nützliche Kompetenz auf. Nützlich nicht nur für die Herde, also für die Gemeinde, sondern auch nützlich für den, der sich dem Hirtendienst unterwirft. Außderdem ist das Aufgeben der Fügsamkeit traurig in evangelistischer Hinsicht. Denn unsere Fügsamkeit zeigt den Menschen eine Eigenschaft, nein, sie zeigt eine ganz wesentliche Eigenschaft des Herrn Jesus. Er selbst war es nämlich, der uns die Fähigkeit der Fügsamkeit wie kein anderer vorgelebt hat: 

»Denn hierzu seid ihr berufen worden;
denn auch Christus hat für euch gelitten,
euch ein Beispiel hinterlassend,
damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt;
der keine Sünde tat, noch wurde Trug in seinem Mund gefunden,
der, gescholten nicht wiederschalt, leidend, nicht drohte«
(1. Petrus 2, 21f). 

Und wer hätte mehr Recht als der Herr Jesus gehabt, sich nicht zu fügen? Ich bin überzeugt, wir können das Licht des Knechtes Gottes sehr hell in der Welt strahlen lassen, indem wir auch mal etwas tun, was in der Welt außergewöhnlich geworden ist: Geistlichen Führern vertrauen! Nicht ständig Autoritäten anzweifeln, schlecht reden, auf Fehlern rumreiten. Sie sind keine Dienstleister, bei denen wir uns nur gefällige Predigten und Vorträge abholen. Nein, »sie wachen über eure Seelen (als solche, die Rechenschaft geben werden), damit sie dies mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn dies wäre euch nicht nützlich.« (Hebräer 13,17). Lasst uns dankbar sein für jeden geistlichen Führer im Volk Gottes, der mit Licht, Einsicht und Mühe Autorität in Gottes Volk ausübt.

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