Montag, 31. Oktober 2022

Warum Wahrheit manchmal unerwünscht ist



Bestimmte Wahrheiten will die Welt einfach nicht hören. Das war schon immer so. Doch heute, in der Zeit der "Cancel Culture", steht sie offen dazu, macht die Lüge zum Kult. Wahrheiten, die Menschen in ihrem Weltbild erschüttern könnten, Fakten, die Sünde offenlegen und Menschen verletzten könnten, sollen zunehmend "gecancelt", gestrichen, verboten werden. "Progressive" Politiker, öffentlich-rechtliche Medien, ja sogar Universitäten sind sich zunehmend einig darüber, was noch gesagt werden darf - und welche Meinungen unterdrückt werden müssen. Gesagt werden darf das, was zur herrschende Meinung, zu den Werturteilen unser Zeit, ja, in die weltliche Religion unserer Zeit passt. Ganz gleich, wie unmoralisch, dumm oder verlogen diese Religion ist. Wer sich den modernen, "woken" Glaubenssätzen nicht anpasst und trotz des Drucks zur Wahrheit steht, bekommt Probleme, wird geächtet, gemieden, aus der Gemeinschaft der möglichen Gesprächspartner ausgeschossen - er wird "gecancelt".

Dienstag, 25. Oktober 2022

Macht mehr Wissen eigentlich klüger?


"Eigentum verpflichtet" - das wird in unserer marktwirtschaflichen Ordnung gesagt, um vermögende Menschen daran zu erinnern, dass Eigentum mit Verantwortung einhergeht. Klar, wer viel hat, der muss auch verantworten, wie er damit umgeht.

Freitag, 21. Oktober 2022

Warum Überzeugungen provozieren können


Nächstenliebe gilt als hohe Tugend. Alle Menschen sind fähig, Nächstenliebe zu praktizieren, auch bei Atheisten kann sie hoch im Kurs stehen. Und tatsächlich sieht man in der Welt, in der wir leben, viel Gutes. Liebe, gute Werke, große Leistungen der Menschlichkeit, Barmherzigkeit - ja, all das gibt es in der Welt. 

Samstag, 15. Oktober 2022

Warum Klugheit allein noch keinen Menschen groß macht


Oxford, Harvard, Stanford: Eine gute Ausbildung ist viel wert. Vom Abschluss hängt es ab, welche Arbeitsstelle wir bekommen. Und nicht nur das, auch unsere Stellung in der Gesellschaft hängen davon ab, was wir in unserer Ausbildung erreicht haben. Zu Recht. Denn schließlich wird nicht jeder den strengen Auswahlkriterien gerecht. Nicht jeder verfügt über die Intelligenz und die Energie, die notwendig sind, sich im harten Wettbewerb an Schule und Uni durchzusetzen. Die begehrten Abschlüsse offenbaren menschliche Qualitäten, die niemandem auf die Stirn geschrieben sind. Unser Ansehen in der Welt, unsere Ehre, hängt zu Recht auch von Leistungsnachweisen ab.

Doch unsere Ehre bemisst sich nicht allein daran, was andere Menschen von uns erkennen können. Die Menschen, denen wir begegnen, sind wichtig - aber sie sind nicht die Richter über unser Leben. Die Bibel zeigt uns: In einem absoluten Sinn, vor Gott, hängt unsere Ehre davon ab, ob wir die Gaben, die uns Gott gegeben hat, in seinen Dienst stellen. Oder ob wir - und das wäre dann unehrenhaft - unsere Fähigkeiten nutzen, um uns gegen ihn zu stellen.

"Die Demut, sich vor seiner Macht zu beugen,
steht vor der Ehre, die man durch Weisheit erlangt."
(Sprüche 15,33)

Weisheit und Wissen zu erwerben ist wichtig. Und es ist ehrenhaft. Doch lasst uns nach der höchsten Ehre streben: Alles, unser Können und unsere Person, in den Dienst unseres Herrn zu stellen, uns in allem vor seiner Macht zu beugen. Demut vor Gott ist keine Unehre, sondern die höchste Auszeichnung. Ein leuchtendes Vorbild hat uns Gott geschenkt: Die Person unseres Herrn Jesus Christus, der alle Kraft, alles Wissen und alle Ehre hatte, war demütig bis zum Ende.