Über Freiheit reden wir gerne. »Absonderung« hingegen ist ein sperriges Thema. Bei diesem Thema geht es um die praktischen Konsequenzen, die Menschen für ihr tägliches Leben ziehen sollten, wenn sie Jesus als ihren Herrn angenommen haben.
Wer Jesus Christus als seinen Herrn und Erlöser angenommen hat, bekommt ewiges Leben geschenkt. Er kann sich ein »Kind Gottes« (Johannes 1,12) nennen und hat einen ewigen Vater im Himmel. Das können wir als Gläubige für wahr halten und dürfen uns diese Heilsgewissheit von nichts und niemandem rauben lassen. Was unsere himmlische Stellung und unsere himmlische Zukunft angeht sind wir als wiedergeborene Kinder Gottes also unumkehrbar auf der sicheren Seite. Doch sind wir genauso sicher, was unsre Position und unseren Wandel hier auf der Erde angeht? Durch seinen Kreuzestod auf Golgatha hat uns Jesus frei gemacht von den Zwängen der Welt, in der wir leben. Sind wir aber wirklich frei von Fesseln und Zwängen? Jagen wir Vergnügen hinterher, sind unsere Herzen auf Erfolg ausgerichtet, auf Schönheit, Gesundheit, Reichtum, Macht oder Ehre? Oder sind wir von Herzen erfüllt von dem, was wir von Gott empfangen haben und von dem, was uns in der Ewigkeit erwartet?
Bei der Beantwortung dieser Frage geht es nicht um unsere geistliche Stellung. Es geht nicht darum, ob wir wahre Christen sind und das ewige Leben haben. Es geht um die Verwirklichung unserer geistlichen Stellung. Es geht um die Verwirklichung der persönlichen Freiheit, die Gott für den Menschen vorgesehen hat. Es geht um die Freiheit unseres Denkens, um die Freiheit unseres Handelns und um die Freiheit von weltlichen Bindungen. Es geht darum, wer die Macht über unser tägliches Leben hat. Freiheit und Absonderung vom Bösen sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Die Bibel lässt uns nicht im Unklaren darüber, dass der Mensch Teil eines Kampfes dieser geistlichen Mächte ist, der mit dem Sündenfall begann und noch weiter andauert. Es ist kein weltlicher Kampf, kein »Dschihad«, der auf Straßen ausgetragen werden könnte. Es ist ein geistlicher Kampf:
»Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut,
sondern gegen die Fürstentümer,
gegen die Gewalten,
gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis,
gegen die geistlichen Mächte der Bosheit
in den himmlischen Örtern.«
(Epheser 6,12)
