Das Grundgesetz der Ehe
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| Jesus lässt die Kinder zu sich kommen. |
Diese Institution war schon in der Schöpfung angelegt und hat den Sündenfall überdauert. In der Schöpfungsgeschichte finden wir das "Grundgesetz der Ehe" (1. Mose 1,27 bis 2,25). Dort steht auch der Bibelvers, der als Trauspruch über meiner eigenen Ehe steht: "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein". Dieser Vers wird im Neuen Testament drei Mal zitiert. In dem kurzen Abschnitt teilt uns Gott in komprimierter Form sehr viel mit über Ehe und Familie, etwa, dass sie geschlossen werden muss oder auch, dass sich in ihr ein Mann und eine Frau verbinden. Die Ehe ist etwas für reife Männer und Frauen, nicht für Mädchen und Jungen. Männer müssen die Familie pflegen und ernähren - insbesondere auch geistlich. Eine Familie ist eigenständig, Vater und Mutter werden verlassen. Die Ehe ist "ein Fleisch", eine Einheit aus Körper, Seele und Geist. Die Ehe dient aber nicht nur Gott. Gleichzeitig ist sie der Schutzrahmen für glückliches Zusammensein von Eltern, Kindern, aber auch für Menschen, die mit der Familie in Kontakt stehen.
Bausteine einer glücklichen Ehe
In einer glücklichen Ehe nach Gottes Plan steht Christus im Mittelpunkt und sie ist durch Miteinander geprägt. Bausteine einer guten Ehe sind insbesondere:- Gott als Autorität anerkennen. Nicht nur in Hinblick auf die Institution der Ehe, sondern für alle Lebens- und Weltanschauungsfragen.
- Die Bibel ernst nehmen als Gottes "Gebrauchsanleitung" für das Leben, und eben auch für die Ehe.
- Die von Gott gegebene Unterschiedlichkeit der Menschen, insbesondere der Geschlechter, anerkennen.
Praktische Hinweise für eine intakte Famlie
In der Schöpfungsordnung ist keine übergeordnete, aber doch eine Führungsrolle des Mannes für die Familie angelegt. Liebe ist für eine glückliche Ehe eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung. Liebe muss einen Ausdruck finden, auch verbal, aber mit Worten alleine ist es nicht getan. Auch wenn Frauen berufstätig sein können, so steht der Mann doch in besonderer Weise vor Gott in Verantwortung für die Versorgung der Familie. Die Verantwortung der Frau geht weit über das abfällig gemeinte Bild vom "Heimchen am Herd" hinaus, wie wir etwa in Sprüche 31 sehen können.
Zentral für eine glückliche Ehe ist eine gute Kommunikation der Ehepartner. Dabei sollten sich Ehepartner über den Austausch von Fakten und Meinungen hinaus insbesondere über ihre Empfindungen austauschen, um geistige Einheit verwirklichen zu können. Es gilt deshalb, Kommunikationskiller wie Zeitmangel, Stress oder auch Smartphones im Familienleben zu vermeiden.
Da in einer Ehe notwendigerweise neben Höhen auch Tiefen durchlebt werden, ist ein gutes Krisenmanagement notwendig. Das zentrale Werkzeug zur Krisenbewältigung ist auch in der Ehe die Liebe, die das "Band der Vollkommenheit" ist (Kolosser 3,13). Menschliche Schwächen sind nach dem Vorbild Christi zu ertragen, Sünden zu vergeben. Wer mit der "Garderobe des Christen" (Kolosser 3,12) eingekleidet ist, ist für die Bewältigung von Beziehungskrisen bestens vorbereitet.
Kinder erziehen in einer gottlosen Welt
Kinder sind weder Last noch Karrierehindernis, sondern eine Gnade, ein Geschenk Gottes (1. Mose 33,5). Wie Nebukadnezar und Napoleon wissen auch die weltlichen Herrscher unserer Zeit, dass die Zukunft dem gehört, der die Jugend hat. Aber auch Jesus hat Interesse an den Kindern. Er liebt sie und möchte die Kinder retten, denn auch sie sind in Sünde geboren. Die Bibel zeigt uns viel über Erziehung. Über die Rolle von Eltern und Kindern können wir viel lernen von Gott. Der Umgang des himmlischen Vaters mit seinen Kindern ist perfekt und kann uns als Vorbild dienen.- Von unserem himmlischen Vater lernen wir, unsere Kinder zu lieben, aber nicht zu verwöhnen. Uns selbst täte es nicht gut, wenn wir alles bekämen, was wir gerne wollen.
- Wir lernen, Gott zu vertrauen. Ein Bild des Vertrauens zum Vater finden wir in Isaak in seinem Gehorsam gegenüber seinem Vater in 1. Mose 22. Dort ist in der Bibel das erste Mal von Liebe die Rede.Übereinstimmung von Worten und Taten bildet Vertrauen.
- Wir lernen, zugänglich zu sein. Unser himmlischer Vater ist uns darin ein Vorbild, denn er ist immer für uns da (Hesekiel 34,11).
- Kinder sollten die Eltern respektieren. Wir sind nicht die Kumpel, sondern die Eltern unserer Kinder (1. Petrus 1,17)..
- Kinder sollen erzogen werden, und zwar liebevoll. Auch unser himmlischer Vater erzieht uns. Schlechtes Verhalten ist abzustellen, gutes Verhalten zu fördern (Epheser 6,4).
- Wie unser himmlischer Vater, der Wohnung bei uns Menschen genommen hat, sollten auch wir Freude an der Gemeinschaft mit unseren Kindern haben (Johannes 1,14).
Es ist Glaube und Mut notwendig, Kinder zu bekommen und zu erziehen. Nicht erst heute, den brauchten schon die Eltern Moses (2. Mose 2,1-10). Der kleine Mose wurde in Ägypten durch das Weidenkörbchen geschützt, heute brauchen Kinder den Schutz des guten Hirten Jesus. Eltern müssen Kindern Glaubensmut vorleben.
Kinder sind sehr unterschiedlich (1. Mose 25,27ff) und brauchen individuelle Erziehung. Eine wichtige Voraussetzung für gute Kindererziehung ist, dass Kinder im Elternhaus den Herrn Jesus kennen lernen (1. Timotheus 1,5; 3,15). Die Kinder sollten ein Elternhaus kennen lernen, das dem Dienst für den Herrn verpflichtet ist (1. Korinther 16,15).
Fazit
Obwohl wir uns als Eltern immer wieder mit Fragen von Ehe, Familie und Erziehung beschäftigen, ist es gut, sich grundlegende Wahrheiten aus Gottes Wort immer neu vor Augen zu stellen. Denn intakte Familien sind von größter Wichtigkeit für uns Menschen. Nicht nur, weil wir unserem Herrn Ehre und Freude machen wollen. Sondern einfach auch, weil Familie ein großes Geschenk für uns Menschen ist, das uns erlebbar mehr Freude bereitet, wenn wir sie so gestalten, wie Gott es in seiner "Gebrauchsanweisung" für unser Leben, der Bibel, skizziert hat.Weiterführende Informationen zum Thema:
- Ernst August Bremicker (2009): Verliebt - verlobt - verheiratet, CSV Verlag Christliche Schriftenverbreitung, bei Amazon.
- Ernst August Bremicker (2005): Vortrag in Neunkirchen, bei Audioteaching.
- Ernst August Bremicker (2015): Kinder lieben - mit Kindern leben, CSV Verlag Christliche Schriftenverbreitung, bei Amazon.
