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| Bild: Gericht Gottes über Nadab und Abihu: Auch heute geziemt dem Haus Gottes Heiligkeit. |
Gottes Herrschaft über seine Versammlung
Der Gott der Bibel ist ein gerechter Richter über die Sünde. Petrus stellt den Christen der jungen Gemeinde (Versammlung, Kirche) in seinem ersten Brief ab Kapitel 4 Vers 17 die Tatsache vor, dass das Gericht Gottes auch an ihnen nicht vorbei gehen wird. Zwar waren sie durch den Glauben an den Herrn Jesus von der ewigen Strafe der Hölle errettet. Dennoch wird Gott auch über seine Versammlung richten, ja, sein Gericht wird sogar am Haus Gottes beginnen (Vers 17). Gott übt strenge Zucht aus in seinem Volk (Johannes 5,24, Apostelgeschichte 5,1ff, 1. Korinther 11) und wen Gott mit geistlichen Privilegien ausstattet, den zieht er auch zuerst zur Verantwortung (Hesekiel 9,5ff, Amos 3, Jeremia 25,29, 3. Mose 10). Denn dort, wo Gott Wohnung nimmt, ist Heiligkeit notwendig (1. Mose 35,2ff, Psalm 93,5, Hesekiel 43).
Das heutige, geistliche Haus Gottes, die Versammlung (Epheser 2,19ff), ist aus lebendigen Steinen gebaut. Die Gläubigen haben die Verantwortung, dort, wo Gott inmitten der Welt Wohnung genommen hat, über das Böse richten. Wenn sie dieser Verantwortung nicht nachkommen, muss Gott züchtigen. Das Motiv der Strafe Gottes in seinem Volk ist Liebe, das Ziel die Wiederherstellung (Hebräer 12,6+12). Trotz der großen Verantwortung ist die Zugehörigkeit zur Versammlung Gottes mit großer Glückseligkeit verbunden. Die Zucht Gottes über die Seinen hat auch niemals einen ewigen Charakter, ganz im Gegensatz zur Strafe an den Ungläubigen, die ein ewiges Gericht erwartet (2. Thessalonicher 1,8ff). In V. 18 zeigt Petrus, dass die Kinder Gottes am Ende errettet werden - wenn auch durch große Mühe. Denn der Herr Jesus musste große Mühsal auf sich nehmen, um sie vom ewigen Gericht zu retten. Grund genug für den Christen, sich dem mächtigen Schöpfer und Erhalter des Universums zu unterstellen (Jesaja 45,11), wie uns Petrus in V. 19 anweist.
Das heutige, geistliche Haus Gottes, die Versammlung (Epheser 2,19ff), ist aus lebendigen Steinen gebaut. Die Gläubigen haben die Verantwortung, dort, wo Gott inmitten der Welt Wohnung genommen hat, über das Böse richten. Wenn sie dieser Verantwortung nicht nachkommen, muss Gott züchtigen. Das Motiv der Strafe Gottes in seinem Volk ist Liebe, das Ziel die Wiederherstellung (Hebräer 12,6+12). Trotz der großen Verantwortung ist die Zugehörigkeit zur Versammlung Gottes mit großer Glückseligkeit verbunden. Die Zucht Gottes über die Seinen hat auch niemals einen ewigen Charakter, ganz im Gegensatz zur Strafe an den Ungläubigen, die ein ewiges Gericht erwartet (2. Thessalonicher 1,8ff). In V. 18 zeigt Petrus, dass die Kinder Gottes am Ende errettet werden - wenn auch durch große Mühe. Denn der Herr Jesus musste große Mühsal auf sich nehmen, um sie vom ewigen Gericht zu retten. Grund genug für den Christen, sich dem mächtigen Schöpfer und Erhalter des Universums zu unterstellen (Jesaja 45,11), wie uns Petrus in V. 19 anweist.
Regierung innerhalb der Versammlung
In Kapitel 5 lenkt Petrus den Blick weg von der Herrschaft Gottes über seine Versammlung hin zu Fragen der Regierung innerhalb der Gemeinde Gottes durch Menschen. Die in Vers 1 angesprochenen Ältesten sind keine Gruppe von Amtsträgern. Zwar war die Berufung von Ältesten durch Apostel in der Urgemeinde angebracht, die frühen Christen kannten solche Strukturen aus ihrer jüdische Herkunft. Damals wurden in örtlichen Versammlungen noch Älteste im Sinne von Amtsträgern eingesetzt (Apostelgeschichte 14,23). Nach dem Tod der Apostel fehlte zur Einsetzung jedoch die Autorität. Im Petrusbrief sind die Ältesten keine Amtsträger, sondern ältere Geschwister. Gemeint sind die gleichen Personen, die an anderen Bibelstellen als Aufseher bezeichnet werden, so geht es in Apostelgeschichte 20,17 ("Älteste") und Apostelgeschichte 20,28 ("Aufseher") um die gleiche Menschen. Personen, die in dieser Weise Verantwortung für die Herde Gottes tragen, haben entsprechend Johannes 21,15ff die Aufgabe, der Herde (geistliche) Nahrung zu geben (weiden) und auf die Herde zu achten (hüten).Der persönliche Antrieb der Aufseher oder Ältesten, ihre Motivation, sollte einerseits vom Blick auf die Leiden des Christus und andererseits vom Blick auf die kommenden Herrlichkeiten geprägt sein (Vers 1). In 1. Timotheus 3 und Titus finden sich insgesamt 16 Anforderungen, die Gott an Aufseher in seiner Versammlung stellt. Diese Kriterien sollten ernst genommen und an Älteste angelegt werden. Der Dienst der Ältesten besteht nicht nur im Predigtdienst, sondern auch im Gebet, im Dienst im eigenen Haus und auch durch die geistliche Fürsorge für Glaubensgeschwister. Der Dienst ist anstrengend und zeitraubend. Ein Vorbild für Älteste ist Salomo, der Gott um Weisheit für die Regierung seines Volkes gebeten hat (1. Könige 3). Älteste sollen Vorbilder für die Herde sein und nicht über sie herrschen. Gott hat ein Auge auf die Ausübung der moralischen Autorität und richtet über Missbrauch (Hesekiel 34,4). Herrschaft kann nicht nur durch eine starke Persönlichkeit ausgeübt werden, sondern auch durch eine genaue Kenntnis von Gottes Wort, aber beide Formen der Herrschaft sind nicht gut. Die Herde ihrerseits steht in der Verantwortung, Älteste durch die Gewährung von Ehrerbietung zu unterstützen (1. Timotheus 5,17). Vorbild für die Aufseher ist der Herr Jesus in seiner Eigenschaft als "Erzhirte" (Vers 4). Zu diesem Aufseher und Hirten der Seelen sind wir als Gläubige alle gekommen (1. Petrus 2,25). Er ist der "große Hirte der Schafe" (Hebräer 13,20). Der Lohn für den Ältesten kommt vom Herrn in Form der Krone der Gerechtigkeit, die nach der Entrückung verliehen wird. Dieser Lohn sollte zwar nicht der eigentliche Antrieb für den Dienst der Aufseher sein (s.o.), doch die Aussicht auf diesen Lohn ist eine gute Motivation für den entbehrungsreichen Dienst.
Unterordnung und Demut: Auch eine Generationenfrage
In Vers 5 ermahnt Petrus schließlich die jüngeren Geschwister, sich den Ältesten unterzuordnen. Nach früheren Ermahnungen des Petrus zur Unterordnung in Staat, Ehe und Arbeitsverhältnis (Vgl. Bibelkonferenz Berlin-Spandau im April 2017) geht es nun um Unterordnung zwischen Generationen. Die Weigerung, Autoritäten anzuerkennen, ist allerdings ein grundsätzliches Merkmal der heutigen Zeit (Judas 8). Grund ist der ausgeprägte Eigenwillen des Menschen. Der Hochmut ist das Wesen der Sünde (1. Mose 3,5) und war die erste Sünde Satans (Hesekiel 28). Stolz ist gefährlich für Menschen (Sprüche 16,18).Unterordnung wird allerdings möglich durch Demut, von der wir als Gläubige "fest umhüllt" (Vers 5) sein sollen. Demut besteht nicht darin, schlecht von sich selbst zu denken, sondern gar nicht an sich zu denken. Auch bedeutet Demut nicht, haltungslos zu sein oder ohne Autorität aufzutreten. Auch wenn in der heutigen Zeit die jüngere Generation innerhalb einer Zusammenkunft manchmal gelehrter ist als die ältere Generation, ist Demut doch gesegnet. So führt Demut zu höherer Erkenntnis (Psalm 119,67+71). Die Demütigung unter die "mächtige Hand Gottes" (Vers 6) ermöglicht es, dass Gott den Gläubigen zur richtigen Zeit erhöhen kann.
