Die Bibel fordert die Christen ausdrücklich zu politischem Engagement auf - allerdings nur in einem einzigen Vers. Dort, in seinem ersten Brief an Timotheus, sagt Paulus im Hinblick auf Menschen in Machtpositionen, wie dieses Engagement aussehen soll: „durch Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen“ (V. 2) für alle, die in Hoheit sind. Und Paulus gibt auch das politische Programm vor, das Christen im Gebet einfordern sollen: „damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in Gottseligkeit und würdigen Ernst.“ Christen sollen um die Freiheit und Sicherheit bitten, so leben zu können, wie es Gott Ehre macht. Nicht um mehr - aber auch nicht um weniger.
Doch ist das Gebet nicht etwas zu wenig? Wäre nicht mehr Einsatz nötig, um den zunehmenden Einschränkungen einer christlichen Lebensführung wirksam begegnen zu können? Müssen wir uns nicht auch bei Wahlen, in Parteien, Vereinen oder Demos einbringen, um die Lebensbedingungen der Christen in der Welt zu verbessern? Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, was wir unserem Herrn Jesus und unserem Gebet zu ihm zutrauen. Wenn wir der Bibel glauben, dann sind unsere Gebete mehr als ausreichend. Denn unser Herr Jesus hält jedes Atom im Universum in seine Händen und er bewegt die Herzen der Könige. Unser Gebet vermag mehr als jeder Parteitag und jede Regierung.
