Rebekka ist ein Vorbild für alle Christen. Sie begegnet Elieser, dem Knecht und Boten des reichen Fürsten Abraham. Der sucht eine Braut für seinen Sohn und Erben Isaak. Rebekka stimmt dem Plan entschlossen zu, lässt alles hinter sich und nimmt eine anstrengende Wüstenreise auf sich, um sich einem Mann zu unterstellen, den sie nie gesehen hat. In Rebekka erkennen wir Christen uns selbst, aber wir erkennen auch die Kirche in ihrer Gesamtheit. Der Heilige Geist stellt uns den Herr Jesus vor, der Erbe aller Dinge ist, den wir aber nicht sehen können. Mit der Bekehrung lassen wir die Welt hinter uns und sondern uns zu ihm hin ab. Wir nehmen eine anstrengende, riskante und oft eintönige Reise durch eine Welt auf, die uns zur Wüste geworden ist. Wir vertrauen auf dieser Reise ausschließlich auf die Leitung unseres geistlichen Führers. Und wir lassen uns auf dieser Reise allein von der Hoffnung antreiben, irgendwann mit unserem Herrn vereinigt zu sein.
Ein altes Gedicht erzählt in der Zeitschrift Botschafter des Heils in Christo (Jg. 1902, S. 15) von Rebekkas Entschlossenheit, sich von ihrer Heimat abzusondern, um den lebenslangen Bund der Ehe mit dem Erben Isaak einzugehen.
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Rebekka vertraut Elieser: Vorbild für Vertrauen in die Leitung des Heiligen Geistes |
Rebekka
(1. Mose 24,58)
Jugendschön, mit stolzem Prangen
Steht die Braut im Feierkleid;
Freudig glühen ihr die Wangen,
kostbar funkelt ihr Geschmeid.
Willst du mit dem Manne ziehen,
Der von ferneher gesandt;
Durch der Wüste Last und Mühen
Wandern an des Fremdlings Hand?
Schreckt dich nicht der Reise Länge,
Nicht der mühevolle Weg,
Der Gefahren reiche Menge?
Bangt dir nicht um Schutz und Steg?
Locken nicht der Heimat Matten,
Nicht das traute Vaterhaus?
Für den unbekannten Gatten
Tauschest du das alles aus?
-
Ich will ziehen! - Haltet nimmer
Von der Reise mich zurück!
Geh, in ros'gem Morgenschimmer
Liegt vor mir ein selig Glück.
Ja, es winkt ein Meer von Freuden;
Sollt' ich da in trägem Thun
Labans Lämmer fürder weiden,
Unter Nahors Palmen ruhn?
Wohl mit schattenloser Dürre
Dehnet sich der Wüstensand;
Doch hinaus aus Glut und Irre
Weiset meines Führer Hand.
Lieblich bei des Weges Stille
Spricht er mir von seinem Herrn;
Und ich ahne süße Fülle,
Und ich folge froh und gern.
-
Auch ich zieh' im Feierkleide
Jubelnd hin ins heil'ge Land;
Christi Blut ist mein Geschmeide,
Ist mein hochzeitlich Gewand.
Manche labend Eisterne
Mir im Wüstensande blinkt,
Bis aus heißersehnter Ferne
Zions Herrlichkeit mir winkt.
Lehr mich wandern, hilf mir gehen,
Leite mich, o Heil'ger Geist!
Der du durch der Erbe Wehen
Aufwärts nach dem Himmel weist.
Lieblich bei des Weges Stille
Sprich du mir von meinem Herrn;
Und ich ahne süße Fülle,
Und ich folge froh und gern.
N.B.