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Dienstag, 6. Oktober 2026
Schattenkrieg gegen Deutschland: Was uns gegen Lüge und Zerstörung schützt
Die Warnungen der deutschen Nachrichtendienste sind deutlich: Bei der gestrigen öffentlichen Anhörung im Bundestag bezeichnete BND-Präsident Martin Jäger Russlands Vorgehen gegen Deutschland als „Schattenkrieg“. Er warnte vor einer gefährlicheren Konfrontation, die in einen gewaltsamen Konflikt münden könne. Russische Dienste agierten hochprofessionell und rücksichtslos. Die Gefahr weiterer Anschläge sei real. Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen verwies auf die Anfang August am Flughafen Halle/Leipzig entdeckte Sprengstoffdrohne neben ukrainischen Frachtmaschinen. Zum Bedrohungsbild gehören Sabotage, Spionage, Cyberangriffe und Desinformation. Russische Einflussnahme richte sich inzwischen auch auf Landtags- und Kommunalwahlen und solle Zwietracht und Unsicherheit erzeugen. Ein solcher Schattenkrieg zielt darauf, ein Land auch ohne offenen militärischen Angriff zu schwächen. Durch verdeckte Gewalt, gestörte Abläufe und die Zerstörung von Vertrauen. Sicherheit verlangt wirksame Abwehr und eine verlässliche Kontrolle staatlicher Macht. Die Bundesregierung plant zusätzliche Befugnisse für die Nachrichtendienste. Darüber muss der Bundestag noch beraten.
Der Begriff „Schattenkrieg“ steht nicht in der Bibel. Doch die Verbindung von Täuschung, Einschüchterung und verdeckter Zerstörung ist durchaus Thema in Gottes Wort. Besonders anschaulich zeigt das der Wiederaufbau Jerusalems unter Nehemia: Gegner verabreden einen Angriff, um Verwirrung zu stiften und die Arbeit zum Stillstand zu bringen (Nehemia 4). Später verbreiten sie die erfundene Behauptung, Nehemia plane einen Aufstand und wolle König werden – eine gezielte Rufschädigung, die politischen Druck erzeugen soll (Nehemia 6,5–9). Ein bezahlter Vertrauter soll ihn unter dem Vorwand einer drohenden Gefahr zu einem Fehltritt verleiten. Zugleich gelangen Informationen aus seinem Umfeld zu seinem Gegner Tobija (Nehemia 6,10–13.17–19). Hier erkennen wir Parallelen zu Desinformation, Sabotage und Einflussnahme aus dem Inneren. Cyberangriffe waren in biblischer Zeit unbekannt. Vergleichbar ist jedoch die Absicht, lebenswichtige Abläufe zu stören und Menschen schutzlos zu machen. Die biblische Bewertung ist klar: Gott verurteilt Täuschung und das Säen von Zwietracht (Sprüche 6,16–19). Gerechte Führung soll einem Land Bestand geben (Sprüche 29,4), und Christen sollen für Verhältnisse beten, in denen Menschen ruhig und friedlich leben können (1. Timotheus 2,1–2). Nehemia antwortet auf die Bedrohung mit Gebet, Wachsamkeit, Schutzmaßnahmen und beharrlicher Arbeit. Daraus lässt sich auch für heute ableiten: Bürger brauchen eine verantwortliche Führung, Stabilität und ein Wertefundament. Verdeckte Angriffe auf Sicherheit und Ordnung verdienen entschiedenen Widerstand..
Das Ziel eines Schattenkrieges ist nicht nur äußerer Schaden. Er soll Menschen innerlich zermürben: Wir sollen überall Gefahr vermuten, niemandem mehr vertrauen und möglichst die Hoffnung verlieren. Gerade hier wird die Frage persönlich: Worauf gründet mein Frieden? Die Bibel verspricht keinen Alltag ohne Bedrohung. Aber die Beschäftigung mit ihr vermittelt ein tragfähiges geistliches Fundament. Mehr noch. Jesus Christus, der das zentrale Thema der Bibel ist, kann persönlichen Frieden schenken, der tiefer reicht als die besten politische Verhältnisse (Johannes 14,27). Dieser Frieden beginnt mit unserer Versöhnung mit Gott (Römer 5,1). Auch in unstabilen Zeiten gibt uns dieser Frieden einen festen Halt: Mein Leben liegt in der Hand dessen, der den Tod überwunden hat. Dieser Glaubensschatz ist ein Bollwerk gegen Verunsicherung durch Schattenkrieger.
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Volkswirt in Berlin. Vater von sieben Kindern. Tätig bei einem Wirtschaftsverband. Hier meine private Meinung.
