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Mittwoch, 7. Oktober 2026
Spionageverdacht gegen Ex-BND-Chef: Vor Gott bleibt nichts verborgen
Am 6. Oktober ließ die Bundesanwaltschaft den früheren Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, August Hanning, und seinen ehemaligen Büroleiter Manfred D. festnehmen. Hanning leitete den BND von 1998 bis 2005. Bis Juni 2022 sollen von dem ehemaligen Büroleiter annähernd 2.000 Dokumente an Hanning übermittelt worden sein, darunter zahlreiche Verschlusssachen. Hanning steht unter anderem im dringenden Verdacht des versuchten Landesverrats und der geheimdienstlichen Agententätigkeit. Die Vorwürfe berühren den Schutz staatlicher Geheimnisse und das Vertrauen in Menschen, denen besonders sensible Informationen anvertraut werden. Sollten sie sich bestätigen, wäre dies ein gravierender Vertrauensbruch.
Die Bibel nimmt das Hüten anvertrauter Geheimnisse ernst. Sprüche 11,13 stellt dem Menschen, der Geheimnisse ausplaudert, den zuverlässigen Menschen gegenüber, der Vertrauliches bewahrt. Wie zerstörerisch Verrat und Geldliebe werden können, zeigt Judas: Für dreißig Silberstücke lieferte er Jesus aus (Matthäus 26,14–16). Paulus warnt, dass die Geldliebe eine Wurzel alles Bösen ist und Menschen ins Verderben führen kann (1. Timotheus 6,9–10). Diese Maßstäbe gelten unabhängig davon, wie die Ermittlungen gegen Hanning ausgehen. Denn ebenso klar schützt die Bibel vor vorschneller Verurteilung: 5. Mose 19,15 fordert mehrere Zeugen. Das Gericht muss gründlich untersuchen, ob Anschuldigungen wahr sind (5. Mose 19,18).
Vor Gott gibt es weder geheime Unterlagen noch fehlendes Beweismaterial. Jesus sagt: „Es ist aber nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt, und verborgen, was nicht offenbar werden wird“ (Lukas 12,2). Ein untadeliger Ruf und hohe Ämter können ein verborgenes Leben verdecken, aber niemals Gottes Blick täuschen. Das betrifft jeden von uns. Auch unsere heimlichen Gedanken, unsere Unwahrheiten und unser eigennütziges Handeln liegen offen vor ihm. Auf Gottes Urteil über alles, was heute noch verdeckt sein mag, muss der Mensch vorbereitet sein. Die entscheidende Frage für uns ist nicht, was andere Menschen über uns herausfinden könnten, sondern ob unsere Schuld vor Gott vergeben ist.
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Volkswirt in Berlin. Vater von sieben Kindern. Tätig bei einem Wirtschaftsverband. Hier meine private Meinung.
