Samstag, 30. Mai 2020

Warum ein Kreuz über Berlin mehr ist als Fassadenschmuck


Nach hartem ideologischem Glaubensstreit ist es vollbracht: Seit dem 29. Mai 2020 hat das Berliner Schloss wieder ein Kreuz auf seiner Kuppel. Um ca. 21:00 Uhr wurde die 17,4 Tonnen schwere Konstruktion emporgehoben, das Kreuz auf der Spitze ist fünf Meter hoch. Die Kuppel trägt die Inschrift:

»ES IST IN KEINEM ANDEREN HEIL, IST AUCH KEIN ANDERER NAME DEN MENSCHEN GEGEBEN, DENN IN DEM NAMEN JESU, ZUR EHRE GOTTES, DES VATERS. DASS IN DEM NAMEN JESU SICH BEUGEN SOLLEN ALLER DEREN KNIE, DIE IM HIMMEL UND AUF ERDEN UND UNTER DER ERDE SIND.«

Ein klares und bibeltreues Bekenntnis zu Jesus Christus, dem ewigen Herrn über Himmel und Erde. Mitten im kulturellen Zentrum Berlins. Zwar kann kein noch so klares Bekenntnis irgend jemanden vor dem ewigen Gericht retten, solang es nur äußerlich ist. Der Herr Jesus selbst warnt die bloßen Bekenner deutlich: »Nicht jeder, der zu mir sagt: "Herr, Herr!", wird in das Reich der Himmel eingehen« (Matthäus 7,21). Zu dem bloßen Bekenntnis hinzu kommen muss der persönliche Glaube an den Auferstandenen Jesus Christus: »Wer an mich glaubt, hat ewiges Leben« (Johannes 6,47, vgl. auch Johannes 3,36, Römer 10,9). Dennoch misst Gott dem Bekenntnis zu ihm einen hohen Wert bei. Der Herr Jesus legt einen großen Segen auf das Bekenntnis zu seinem Namen: »Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist; wer aber irgend mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.« (Matthäus 10,32).

Ich freue mich von Herzen für diese Stadt und ihre Bürger für ihr Bekenntnis zu Christus, der vielen Menschen hier so fremd ist. Sicher, die meisten Hauptstadtbewohner dürften den Buchstaben auf dem neuen Bauwerk kaum eine höhere Bedeutung zumessen. Und doch hat sich diese Stadt zumindest darauf eingelassen, dem Herrn Jesus an dieser öffentlichkeitswirksamen Stelle Raum und Ehre zu geben. Wir dürfen darauf hoffen, dass diese Geste mit Segen verbunden ist. Und nichts hat die Hauptstadt, Deutschland und die Welt nötiger als Fürsprache vor dem allmächtigen Gott im Himmel, die der Herr Jesus mit dem Bekenntnis zu ihm verbunden hat. Und niemand ist für uns vor Gott ein mächtigerer Anwalt als sein geliebter Sohn, der zu Gottes Rechten sitzt, der einmal die ganze Welt richten wird. Ich bete für den reichen Segen des Herrn Jesus für diese Stadt und dafür, dass das neue Kreuz über unseren Dächern viele Menschen näher zum Herrn Jesus ziehen wird.