Die Natur ist voller Wunder
"Aber frage doch das Vieh, und es wird's dich lehren; und die Vögel des Himmels, und es wird's dir kundtun; oder rede zu der Erde, und sie wird's dich lehren; und die Fische des Meeres werden es dir erzählen." - mit diesem Bibelvers aus Hiob 12,7ff eröffnete der Chemiker und Naturforscher Drüeke am 16. Juni 2017 seinen ersten Vortrag mit dem Titel Wunder in der Natur. Wer die Wunder der Natur sehe, komme nicht umhin, an einen Schöpfergott zu glauben. Untermalt durch viele Fotos stellte Drüeke einige Wunder der Natur vor. Etwa den Nebeltrinkerkäfer, der in der Namibwüste auf erstaunliche Weise seinen Wasserbedarf aus der Feuchtigkeit der Luft deckt. Auch die Spezies der Eisbären weise erstaunliche Charaktereigenschaften auf. Beeindruckend sind auch die Lebensweise verschiedener Spinnenarten, wie der Referent überzeugend darstellen konnte. Große Naturwunder finden sich unter anderem im Aufbau der feinen Spinnenfäden. Dieses Wunder sehe man nicht nur bei den Fäden moderner Spinnen, sondern schon in Bernsteinfunden, deren Alter von manchen Forschern auf mehrere Millionen Jahre datiert werde. Dieser Befund nähre Zweifel an der Logik der Evolutionstheorie. Risse habe die Evolutionslehre etwa auch durch Funde fossilierter Weichteile in Zentralchina (z.B. der Perlboote oder der ausgestorbenen Anomalocaris) bekommen.Schöpfung oder Evolution? Ein schicksalhafte Glaubensentscheidung
Wissensschaftstheoretisch betrachtet sei die Vergangenheit ohnehin nur anhand von Daten zu ergründen, die immer auf der Grundlage der Weltanschauung des Forschers interpretiert werden. Bei der Frage nach dem Ursprung des Lebens könne man dabei nur zwei weltanschauliche Möglichkeiten unterscheiden: Entweder ist die Welt durch Gottes Willen geschaffen (die biblische Sichtweise, vgl. etwa Psalm 33,9) oder sie ist durch Zufall entstanden. Der Referent bekannte sich klar zu der Gruppe der Naturforscher, die die Bibel als Gottes Wort und Quelle der Wahrheit anerkennen. Alles, was die Bibel über die Natur berichte, halte Überprüfungen stand. Gott habe die Arten in Schöpfungsgruppen geschaffen, diese haben sich anschließend in einem evolutionären Prozess in weitere Unterarten ausgeformt. Grundsätzlich seien alle Dinge durch Gott geschaffen (Johannes 1,3), durch ihn und für ihn gemacht (Kolosser 1,16). Der große Widerstand gegen die Anerkennung der Autorität Gottes habe auch damit zu tun, dass der Mensch mit der Anerkennung Gottes als Schöpfer diesen Gott auch als Richter über sein eigenes Leben anerkennen müsse. Allerdings habe Gott Frieden mit den Menschen gemacht, indem er seinen eigenen Sohn als Opfer am Kreuz gab (Kolosser 1,20). Diese Gabe müsse man aber annehmen, um persönliche Rettung vor dem Gericht Gottes erlangen zu können.
Die erstaunliche Genauigkeit der Bibel
Drüekes zweiter Vortrag am 17. Juni stand unter dem Titel Die erstaunliche Genauigkeit der Bibel. Der Referent eröffnete seinen Vortrag mit zwei Bibelstellen, die die Unveränderlichkeit Gottes und seines Wortes unterstreichen. "Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit" (Hebräer 13,8) und "Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen." (Lukas 21,33). Der Leiter des Bibelmuseums in Wuppertal umriss zunächst die Geschichte des Schreibens und zeigte auf, dass der Entwicklungsstand der Schrift in den Zeiten Abrahams und Moses durchaus das Anfertigen der ältesten biblischen Überlieferungen ermöglichte. Drüeke, der auch an Ausgrabungen im Nahen Osten teilnimmt, zeigte auf, wie archäologische Befunde historische Angaben in der Bibel untermauern. Beispielhaft ging er auf die Vernichtung der Stadt Lachisch durch die Babylonier (Jeremia 34,7) und auf Einzelheiten der Machtstrukturen am babylonischen Hof (Daniel 5,5f) ein. Die Überlieferung des Alten Testaments sei von großer Genauigkeit geprägt. Die 39 einzelnen Bücher seien von 35 Autoren in einem Zeitraum von über 1.000 Jahren verfasst worden. Meist lebten mehrere Autoren gleichzeitig und konnten sich so gegenseitig prüfen. Auch die Qualität der Überlieferung in den Jahrhunderten nach der Abfassung sei einzigartig. So zeigen Vergleiche zwischen den Bibelabschriften des Codex Lenningradensis (ca. 1.008 n.Chr.) und der Funde in den Höhlen von Qumran (ab 300 v.Chr.) kaum Unterschiede. Ein Grund für die Genauigkeit der Überlieferung seien die strengen Regeln der jüdischen Rabbiner für das Abschreiben der Texte. Auch die 27 Bücher des Neuen Testaments seien hervorragend überliefert. Drüeke zeigte die Qualität der Überlieferung im Vergleich zu anderen historischen Schriften auf. Während Bibelforscher auf rund 5.500 Abschriften neutestamentlicher Texte zurückgreifen können, seien andere wichtige antike Dokumente, etwa Cäsars Commentarii de bello Galli, in nur neun Handschriften überliefert.
Die Genauigkeit der Bibel stellt den Menschen in das Licht Gottes
Die Genauigkeit der Bibel erstrecke sich auch auf die Beschreibung der sündhaften Natur des Menschen und, im Gegensatz dazu, auf die Beschreibung der Heiligkeit Gottes. Die Bibel stelle den Menschen so in das Licht Gottes, das sei für den Menschen unangenehm. Der rote Faden durch die gesamte Bibel sei die Person Jesus Christus, durch den Gott die Menschen mit ihm versöhnt habe. Für den Menschen komme es nun darauf an, dieses Gnadenangebot Gottes rechtzeitig anzunehmen.
Die Vorträge von Dr. Stefan Drüeke stehen auf OneDrive zum Download zur Verfügung.
