Montag, 7. September 2020

Warum die Bibel Mann und Frau in unterschiedlichen Rollen sieht



Christus wurde von den meisten Menschen nicht ernst genommen. Vielmehr wurde er gekreuzigt. Was Gott den Menschen durch ihn zu sagen hatte, war zu kontrovers, um widersprchslos geduldet zu werden. Auch heute gibt es ablehnende Reflexe gegen Botschaften Gottes, wie wir sie etwa in der Bibel finden. Beispiel: Das Verhältnis der Geschlechter zueinander. Eine Kostprobe gefällig? 
 
"Ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, 
das Haupt der Frau aber der Mann, das Haupt des Christus aber Gott." 
(1. Korinther 11,3). 

 

Der Apostel Paulus zeigt hier, dass es eine klare Ordnung zwischen den Geschlechtern gibt. In der Ehe steht der Ehemann über der Frau. Und dies, so führt er aus, soll sogar nach außen hin sichtbar sein. Er nennt auch den - für manche Ohren skandalösen - Grund: Denn nur so werde in der Welt etwas von der göttlichen Schöpfungsordnung sichtbar, in der die Frau für den Mann geschaffen wurde (V. 8f). 

Angesichts Gender-Mainstreaming und Emanzipation ist diese Botschaft so unpopulär wie nie - und gleichzeitig wichtiger denn je. Nicht, weil das "Patriarchat" verteidigt werden müsste. Sondern weil die Eintrübung der Sicht auf die Schöpfungsordnung auch unser Verständnis darüber vernebeln kann, wie sehr Gott seine Versammlung, die Kirche, liebt und in welchem Verhältnis wir zu ihm stehen. Denn das Verhältnis von Mann und Frau zueinander ist Gottes "didaktisches Mittel", sein Anschauungsmaterial, für die Beziehungen in der geistlichen Welt, die unserem Verstand nur schwer zugänglich sind (Epheser 5,25ff). Die Menschen können an Ehen, die der Gottes Ordnung entsprechen, nicht nur praktisch sehen, mit welchem Segen dieses "Lebensmodell" verbunden ist. Sie können an solchen Ehen auch etwas viel größeres erkennen, und zwar etwas von der Treue des Herrn Jesus (des Bräutigams) zu seiner Braut (der Kirche). 

Dass dieses Lebensmodell trotzdem Feinde hat, das wußte schon Paulus und in weiser Voraussicht unterband er den Streit darüber (1. Korinther 11,16). Auch wir sollten nicht über Gottes Ordnung streiten und auch niemanden davon überzeugen wollen. Vielmehr sollten wir schlicht aber beharrlich in dieser Ordnung leben. Es liegt ein großer Segen darin - für unsere Familien, aber auch für die Welt. Und wenn wir verspottet, politisch eingeengt oder gar verfolgt werden so dürfen wir wissen, dass unser Herr Jesus größeren Spott und größere Verfolgung erduldet hat.