Samstag, 1. Mai 2021

Was die klügsten Männer Athens unbedingt wissen wollten


Der Apostel Paulus war ein mutiger Botschafter für Jesus. Er ging bis nach Athen, um dieses Evangelium weiter zu tragen. Athen war das geistige und philosophische Zentrum seiner Zeit. Hier wurde viel und lebhaft diskutiert. Es gab dort viele Ideen, gute und schlechte, "die Stadt war voller Götzenbilder." (Apostelgeschichte 17,16). Aber die Athener waren geradezu besessen davon, ihr Wissen zu erweitern. "Sie kannten keinen besseren Zeitvertreib, als stets das Neueste in Erfahrung zu bringen und es weiterzuerzählen." (V. 21). Welche neuen Einsichten konnte dieser Paulus von Tarsus ihnen bringen?

Die epikuräischen und stoischen Philosophen verwickelten Paulus gleich in ein Streitgespräch. Sie wollten unbedingt wissen, was seine Botschaft ist (V. 28). Brachte dieser Mann irgend etwas Neues? 

Ja, Paulus hatte Neuigkeiten. Lebenswichtige Neuigkeiten. Doch erst würdigte er die Frömmigkeit der Athener, die man ja leicht durch die Heiligen Städten in Athen erkennen konnte. Doch er sagte ihnen auch klar, dass Gott, also der eine Gott, der Schöpfer des Universums, weder in Tempeln noch in Statuen zu finden ist. Es sagte ihnen, dass Gott bisher gnädig war mit denen, die diesen unsichtbaren Gott nicht anerkennen wollten. Bis dahin war die Botschaft nicht neu. Aber Paulus hatte auch eine neue, revolutionäre Botschaft. Denn es hatte sich etwas ereignet, Gott hatte gehandelt, vor nicht langer Zeit im fernen Jerusalem. Durch dieses Ereignis war es jetzt an der Zeit, sein Leben auf Gott auszurichten. 

Denn, so die Paulus weiter:

"Gott hat einen Tag festgesetzt,
um über die Welt zu richten.

Dann wird er Gerechtigkeit walten lassen -
durch den Mann, den er dazu bestimmt hat.
Dass dieser Mann wirklich dafür bestimmt ist,
hat Gott allen Menschen
durch dessen Auferstehung von den Toten bewiesen."

(Apostelgeschichte 17,31)

Als Paulus das gesagt hatt, lachten einige der gebildeten Athener ihn aus. Andere wollten "ein andermal" mehr von diesem Jesus hören. Aber "einige Leute schlossen sich ihm an und kamen zum Glauben" (V. 34). Für sie wird Jesus an dem Tag, den Gott bestimmt hat, einmal nicht der Richter sein. Für diese Athener, die ihr Leben auf Gott ausgerichtet hatten, ist der Herr Jesus zum Retter geworden. Wer ist Jesus für Dich? Retter oder Richter?