Am 40. Tag nach Ostern denkt die Christenheit seit Jahrhunderten am Feiertag Christi Himmelfahrt an die Rückkehr von Jesus Christus in den Himmel. Doch ist "Christi Himmelfahrt" so spektaktulär? Denn schließlich ist Jesus doch dort hin gegangen, wo er herkam. War sein Platz als Sohn Gottes nicht ohnehin im Himmel?
Spektaktulär an Christi Himmelfahrt ist, was kurz vor der Himmelfahrt geschah. Der Herr Jesus hat die Sünde der Welt am Kreuz auf sich genommen, damit wir Menschen von der Strafe verschont bleiben können. Spektakulär ist auch, dass der Retter Jesus Christus, bevor er in den Himmel aufgefahren ist, als Mensch am Kreuz gestorben war. Der Herr Jesus war also nicht nur der erste Mensch, der aus dem Tod ins Leben auferstanden ist. Er ist auch der erste Mensch, der von der Erde aus in den Himmel ging, um dort die Ewigkeit zu verbringen.
Dass Christus auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist, ist für uns Christen der Beleg dafür, dass Gott im Himmel sein Erlösungswerk anerkannt hat. Die Sühnung für unsere Sünden ist nicht nur auf der Erde passiert - sie ist auch im Himmel voll anerkannt. Und so erinnert uns die Himmelfahrt daran, dass auch wir einmal im Himmel sein können. Befreit von aller Schuld, gereinigt, in die Stellung gebracht, mit Gott Gemeinschaft zu haben.
Christi Himmelfahrt erinnert uns außuerdem daran, dass der Tag nicht fern ist, an dem der Herr Jesus uns zu sich holen wird, in den Himmel, dort hin, wo er seit über 2000 Jahren schon ist:
"Der Herr selbst wird vom Himmel herabsteigen -
wenn der Befehl ergeht,
die Stimme des Erzengels erklingt
und die Trompete Gottes ertönt.
Dann werden zuerst die Toten auferweckt,
die zu Christus gehören.
und danach werden wir, die dann noch am Leben sind,
zusammen mit ihnen weggeführt.
Wir werden auf den Wolken in die Höhe emporgetragen,
um dem Herrn zu gegegnen.
Dann werden wir für immer beim Herrn bleiben.
Macht euch mit diesen Worten gegenseitig Mut!"
(1. Thessalonicher 4,16ff).
Christi Himmelfahrt hat für uns Christen aber noch eine weitere, eine praktische Bedeutung. Denn durch seine Himmelfahrt haben die, "die zu Christus gehören", nicht erst am Tag der Entrückung der Gläubigen einen Platz im Himmel. Wenn wir zu zu Jesus gehören, an ihn glauben, dann haben wir schon heute einen Platz im Himmel. Wir sind schon heute Himmelsbürger. Zu viele Christen haben diese Wahrheit zu früh vergessen! Wir gehören schon heute nicht mehr zu dieser Welt, sondern sind Teilhaber seines Reiches:
"Wir dagegen haben schon jetzt ein Bürgerrecht im Himmel.Diese Wahrheit hat die Kraft, unser Leben vollständig umzukrempeln, unser Leben zu erneuern. Denn als Himmelsbürger beurteilen wir die Welt nicht mehr mit den Augen der Welt. Wir Christen sind im Besitz des Heiligen Geistes und im Besitz des Wortes Gottes. Wir sind keine Weltbürger, die nur auf den Himmel warten. Christen schauen nicht von unten auf den Himmel, der irgendwo da oben ist, unerreichbar hoch. Christen sind Himmelsbürger, die die Welt, die geschichtlichen und politischen Entwicklungen, ja unser eigens Leben, von oben beurteilen.
Von dort erwarten wir auch den Retter,
den Herrn Jesus Christus!"
(Philipper 3,20)
Die
Himmelfahrt Christi kann unser Leben erneuern. Sie erinnert uns daran,
dass unsere eigene Zukunft im Himmel sicher ist. Sie erinnert uns daran,
dass wir täglich auf unsere Entrückung in den Himmel hoffen dürfen. Und
sie erinnert uns an unsere Stellung und unseren Auftrag in der Welt.
