Samstag, 15. Oktober 2022

Warum Klugheit allein noch keinen Menschen groß macht


Oxford, Harvard, Stanford: Eine gute Ausbildung ist viel wert. Vom Abschluss hängt es ab, welche Arbeitsstelle wir bekommen. Und nicht nur das, auch unsere Stellung in der Gesellschaft hängen davon ab, was wir in unserer Ausbildung erreicht haben. Zu Recht. Denn schließlich wird nicht jeder den strengen Auswahlkriterien gerecht. Nicht jeder verfügt über die Intelligenz und die Energie, die notwendig sind, sich im harten Wettbewerb an Schule und Uni durchzusetzen. Die begehrten Abschlüsse offenbaren menschliche Qualitäten, die niemandem auf die Stirn geschrieben sind. Unser Ansehen in der Welt, unsere Ehre, hängt zu Recht auch von Leistungsnachweisen ab.

Doch unsere Ehre bemisst sich nicht allein daran, was andere Menschen von uns erkennen können. Die Menschen, denen wir begegnen, sind wichtig - aber sie sind nicht die Richter über unser Leben. Die Bibel zeigt uns: In einem absoluten Sinn, vor Gott, hängt unsere Ehre davon ab, ob wir die Gaben, die uns Gott gegeben hat, in seinen Dienst stellen. Oder ob wir - und das wäre dann unehrenhaft - unsere Fähigkeiten nutzen, um uns gegen ihn zu stellen.

"Die Demut, sich vor seiner Macht zu beugen,
steht vor der Ehre, die man durch Weisheit erlangt."
(Sprüche 15,33)

Weisheit und Wissen zu erwerben ist wichtig. Und es ist ehrenhaft. Doch lasst uns nach der höchsten Ehre streben: Alles, unser Können und unsere Person, in den Dienst unseres Herrn zu stellen, uns in allem vor seiner Macht zu beugen. Demut vor Gott ist keine Unehre, sondern die höchste Auszeichnung. Ein leuchtendes Vorbild hat uns Gott geschenkt: Die Person unseres Herrn Jesus Christus, der alle Kraft, alles Wissen und alle Ehre hatte, war demütig bis zum Ende.