Montag, 31. Oktober 2022

Warum Wahrheit manchmal unerwünscht ist



Bestimmte Wahrheiten will die Welt einfach nicht hören. Das war schon immer so. Doch heute, in der Zeit der "Cancel Culture", steht sie offen dazu, macht die Lüge zum Kult. Wahrheiten, die Menschen in ihrem Weltbild erschüttern könnten, Fakten, die Sünde offenlegen und Menschen verletzten könnten, sollen zunehmend "gecancelt", gestrichen, verboten werden. "Progressive" Politiker, öffentlich-rechtliche Medien, ja sogar Universitäten sind sich zunehmend einig darüber, was noch gesagt werden darf - und welche Meinungen unterdrückt werden müssen. Gesagt werden darf das, was zur herrschende Meinung, zu den Werturteilen unser Zeit, ja, in die weltliche Religion unserer Zeit passt. Ganz gleich, wie unmoralisch, dumm oder verlogen diese Religion ist. Wer sich den modernen, "woken" Glaubenssätzen nicht anpasst und trotz des Drucks zur Wahrheit steht, bekommt Probleme, wird geächtet, gemieden, aus der Gemeinschaft der möglichen Gesprächspartner ausgeschossen - er wird "gecancelt".

Jeder von uns muss sich fragen, ob er zur Wahrheit stehen oder ob er "dazu gehören" will. Doch diese Herausforderung ist nicht neu. Schon in der Zeit des Neuen Testaments gab es eine Cancel Culture. So ist der Mensch, so ist die Welt: Selbst in der Zeit, als Gott als Mensch auf der Erde war, als Jesus Zeichen tat, heilte, zum Leben erweckte, selbst da gab es eine Religion, die mit Gott nichts zu tun haben wollte, die sich nicht an der Wahrheit, sondern nur an den Interessen ihrer geistigen Führer orientierte. Und leider schreckten schon damals viel zu viele kluge und geachtete Menschen vor den Einschüchterungen der Cancel Culture zurück, obwohl sie Jesus und die offensichtliche Wahrheit erkannt hatten:
"Dennoch waren auch viele Mitglieder des jüdischen Rats
zum Glauben an Jesus gekommen.
Aber wegen der Pharisäer
bekannten sie sich nicht öffentlich dazu.
Denn sie wollten nicht
aus der jüdischen Gemeinschaft
ausgeschlossen werden.
Von den Menschen geehrt zu werden,
war ihnen wichtiger als die Ehre Gottes."
(Johannes 13,42f).
Hast auch Du Angst, von der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden? Lassen wir uns von Cancel Culture, von den Pharisäern unserer Zeit, von der Furcht vor "Shit Storms" zum Schweigen bringen? Ist uns die Anerkennung von Menschen wichtiger als die Ehre Gottes? Wir dürfen sicher sein: Der Lohn dafür, den Herrn Jesus in der Welt zu bekennen, zu seiner Wahrheit zus stehen, bringt unendlich mehr Lohn und Ehre ein als uns diese Welt jemals geben könnte! Und wenn uns die Welt mit allen ihren Reichtümern überhäufte. Der Herr Jesus selbst erinnert uns an den Lohn, der darin liegt, zur Wahrheit zu stehen:
"Der Vater,
der mich beauftragt hat,
hat mir befohlen,
was ich sagen und reden soll.
Und ich weiß:
Das, was er mir aufgetragen hat,
schenkt euch das ewige Leben.
Darum gilt:
Was ich euch sage, 
sage ich genau so weiter,
wie es der Vater mir gesagt hat."
(Vers 49f). 

Und der Herr Jesus selbst ist und bleibt für Christen aller Zeit das beste Vorbild, Gottes Auftrag treu zu erfüllen. Ganz gleich, wie hoch die Kosten sind.